Ostern

An Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu

Ostern gilt als großes Hoffnungsfest für alle Menschen. Die Auferstehung Jesu ist das Kernelement des christlichen Glaubens und begründet für die Christen das Vertrauen, dass der Tod nicht das Ende ist. Ostern ist das älteste und wichtigste Fest im Kirchenjahr.

Ostern ging aus dem jüdischen Pessachfest hervor, an dem an die Befreiung der Israeliten aus ägyptischer Gefangenschaft erinnert wird. Der Begriff „Ostern“ stammt wahrscheinlich vom griechischen Wort „éos“, was „Morgenröte“ bedeutet. Die Morgensonne steht im christlichen Glauben symbolisch für den auferstandenen Christus, denn im ersten Licht des Tages wurde sein leeres Grab entdeckt. 

Seit dem Ersten Konzil von Nizäa im Jahre 325 nach Christus wird Ostern immer am Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond gefeiert.

Das Osterfeuer

Das Osterfeuer ist ein Symbol für Jesus, das Licht der Welt

Das Osterfeuer wird in der Osternacht vor der Kirche entfacht und geweiht. Daran wird die Osterkerze entzündet, die dann mit einer feierlicher Prozession und dem Ruf „Christus, das Licht. Dank sei Gott.“ in die noch dunkle Kirche getragen wird. 

Licht, das die Finsternis erhellt, ist Menschen schon seit Urzeiten das Symbol für das Leben gewesen. Der Brauch des Osterfeuers ist vermutlich germanisch-heidnischen Ursprungs. Das älteste schriftliche Zeugnis ist ein Briefwechsel aus dem Jahre 751 zwischen dem Missionar Bonifatius und Papst Zacharias, in welchem die Frage aufgeworfen wird, wie mit dem Brauch ‚ignis pachalis‘ (Passahfeuer) im Sinne der Kirche verfahren werden soll.

Die christliche Tradition bezieht sich hier speziell auf Jesus, der von sich selbst sagt: „Ich bin das Licht der Welt.“ Die Osternacht, in der Jesus wiederauferstanden ist, wird deswegen mit einer besonderen Messe und dem Osterfeuer gefeiert. Als Erinnerung an die Ereignisse dieser Nacht steht die Osterkerze in der Osterzeit, die bis Pfingsten dauert, im Altarraum und wird während der Gottesdienste entzündet. Danach wird sie als österliches Symbol in der Nähe des Taufbeckens aufgestellt.

Das Osterei

Eier sind in den meisten Kulturen ein Symbol für Fruchtbarkeit und neues Leben. Bereits in der Urchristenzeit waren sie Sinnbild der Auferstehung.

Früher zur Fastenzeit war der Verzehr von Eiern verboten, so dass sich bis Ostern viele Eier in den Haushalten ansammelten, die gekocht wurden, um sie haltbar zu machen. Zum Fastenbrechen wurden diese Eier dann verschenkt und gegessen. Das klassische Osterei ist übrigens rot gefärbt – die Farbe des Blutes Christi.

Weitere Informationen unter:

Die Ostermesse im Vatikan findet um 9.55 Uhr statt und kann hier verfolgt werden:

oder unter

https://www.vaticannews.va/de.html

Bildquellen

  • OSK Osternest (1): Bianka Specker
  • OsternOSK (2): Bianka Specker