Gauland: EU muss auf die Briten zugehen

Berlin, 26. Juli 2019. Zur ersten Rede des neuen britischen Premierministers Boris Johnson vor dem Unterhaus teilt der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Alexander Gauland, mit:

„Boris Johnson hat deutlich gemacht, dass der Brexit-Vertrag in seiner jetzigen Form für die Briten nicht akzeptabel ist. Die EU muss daher endlich über ihren Schatten springen und das machen, was sie immer verspricht: die Menschen zusammenführen. Sie sollte auf die Briten zugehen und zumindest die Regelungen für Nordirland neu verhandeln, um Großbritannien einen geordneten und würdevollen Austritt zu ermöglichen.

Es ist keine akzeptable Haltung, neue Verhandlungen mit London prinzipiell abzulehnen. Niemand kann ein Interesse daran haben, dass der Brexit chaotisch verläuft und die Briten die EU in Unfrieden verlassen. Dafür ist Großbritannien zu wichtig für Europa. Brüssel muss endlich akzeptieren, dass sich die Briten in einem Referendum mehrheitlich für den Austritt aus der EU ausgesprochen haben.

Wenn die verantwortlichen EU-Politiker ihre Blockadehaltung nicht aufgeben und London neue Verhandlungen verweigern, entsteht der fatale Eindruck, dass bewusst ein ungeordneter Brexit in Kauf genommen wird, um andere Staaten davon abzuschrecken, die EU ebenfalls zu verlassen.“

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