Protschka: Landwirtschaftliche Direktvermarktung stärken

Berlin, 7. November 2019. Der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft hat den AfD-Antrag „Landwirtschaftliche Direktvermarktung stärken“ (Bundestagsdrucksache 19/13096) abgestimmt. Bei Enthaltung der FDP-Fraktion wurde der Antrag von allen anderen Fraktionen abgelehnt. Der agrarpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Stephan Protschka, äußert sich dazu wie folgt:

„Die Landwirtschaft hat derzeit leider einen schweren wirtschaftlichen Stand. Die Bundesregierung erhöht durch ständig neue Auflagen und Vorschriften ständig die Erzeugerkosten, während die Erzeugerpreise auf einem niedrigen Stand stagnieren. Vor allem die kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Familienbetriebe werden ökonomisch mehr und mehr in die Ecke getrieben. Der einzige Ausweg für viele Landwirte besteht dann oft nur in der Erhöhung der Stückzahlen, was dann wiederum dazu beiträgt, dass die Erzeugerpreise noch weiter sinken. Ein Teufelskreis.

Sehr viele Landwirte versuchen mittlerweile dem Kostendruck auszuweichen, indem sie ihre Produkte direkt vermarkten. Das ist natürlich nicht für alle Betriebe sinnvoll. Dennoch ist es meiner Meinung nach wichtig, dass die Bundesregierung die Möglichkeit der Direktvermarktung für die Landwirtschaft attraktiver gestaltet. Beispielsweise durch den Abbau unnötiger bürokratischer Vorschriften oder durch gezielte Förderungen in diesem Bereich.

Obwohl die anderen Fraktionen unseren Antrag im Ausschuss abgelehnt haben, haben sie sich ebenfalls für die positiven Aspekte der landwirtschaftlichen Direktvermarktung ausgesprochen und den politischen Handlungsbedarf erkannt. Wir haben in unserem Antrag eine ganze Reihe an konstruktiven Vorschlägen und zielführenden Maßnahmen aufgezeigt. Jetzt liegt das Heft des Handelns bei der Bundesregierung.“

Bildquellen