IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf: Der Lockdown 2.0 aus Sicht der Wirtschaft ein Schlag ins Kontor

Zu den heute verkündeten Maßnahmen zur Bekämpfung der SARS-Cov2-Pandemie erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf:

„Der kurzfristige Lockdown 2.0 ist aus Sicht der Wirtschaft ein Schlag ins Kontor. Die Schließungen ab Montag treffen vor allem die Betriebe der Gastronomie und der Dienstleistungswirtschaft. Viele von diesen hatten sich kaum von den Folgen des ersten Lockdowns erholt und werden nun erneut schwere Einbußen erleiden. Für manche Unternehmen wird sich daher in den kommenden Wochen mehr denn je die Existenzfrage stellen.

Jetzt wird es darauf ankommen, Nothilfen sowie eine schon angekündigte Überbrückungshilfe III so zu konstruieren, dass sie die absehbaren wirtschaftlichen Schäden weitestgehend abfedern.

Grundsätzlich müssen sich die politischen Maßnahmen am Prinzip der Verhältnismäßigkeit messen lassen. Es dürfen nur solche Beschränkungen gelten, für deren Wirksamkeit wissenschaftliche Belege – etwa die Vermeidung höherer Infektionen – tatsächlich vorliegen. Erfolgt dies wie in der Vergangenheit etwa bei den Beherbergungsverboten nicht, werden die Gerichte erneut für Klarheit sorgen müssen.“ 

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