Es ist Freitag, der 13.

Redaktionskatze Oona

Der Freitag der 13. gilt bei vielen Menschen als ein Tag, an dem besonders großes Unheil droht. 

Die irrationale Furcht vor einem Freitag dem 13. wird auch als Paraskavedekatriaphobie bezeichnet. Der Aberglaube reicht bei einigen Menschen soweit, dass davon betroffene Personen Geschäfte und Termine absagen oder sich an einem Freitag, dem 13. nicht aus dem Haus trauen und Entscheidungen verschieben. 

Eine US-amerikanischen Studie aus dem Jahr 2003 zeigte auf, dass zwischen 17 und 21 Millionen US-Bürger unter der Furcht vor dem Freitag, dem 13 litten. Das „Stress Management Center and Phobia Institute“ in North Carolina schätzte laut John Roach (Roach, John. “Friday the 13th Phobia Rooted in Ancient History.” National Geographic, National Geographic Society, 12 Aug. 2004) den volkswirtschaftlichen Schaden, der dadurch entstünde auf 800 bis 900 Millionen US-Dollar pro Freitag, den 13.

Warum gibt es diesen Aberglauben?

Es liegt an der Kombination aus der Zahl 13 und dem Freitag. 

Die Zahl 13 gilt heute noch heute in vielen christlichen Ländern als das „Dutzend des Teufels“ und das hat seinen Usprung in der christlichen Geschichte. Der Grund dafür liegt in Kombination mit dem Freitag. Es ist eine ganz besondere schlechte Konstellation, sie hat mit einem der zentralen Feiertage der Christen zu tun, dem Karfreitag. 

Karfreitag ist der Freitag vor Ostern, der Tag, an dem jedes Jahr der Kreuzigung Christi gedacht wird, er wird deshalb auch stiller Freitag oder hoher Freitag genannt, Feiern und Tanz ist an diesem Tag den Christen nicht erlaubt. Jesus starb an einem Freitag am Kreuz.

Bevor das passierte, saß Jesus am Abend vorher mit seinen Jüngern zusammen und brach das Brot. Das Unglück nahm später bei dem Abendmahl seinen Lauf, als später der 13. Jünger hinzukam und ihn an seine Verfolger und Feinde verriet. 

Deshalb ist die Zahl 12 im Christentum auch eine vollkommene Zahl, die Zahl 13 hingegen steht für das Unheil. 

Wie und wann es zu diesem Aberglauben kam, ist nicht genau bekannt. Es gibt zahlreiche Filme, Lieder und reichlich Literatur in dem dieser Aberglauben eine Rolle spielt. Als ein Beispiel sei Dornröschen der Gebrüder Grimm genannt: Das Königspaar lädt zur Geburt ihrer Tochter zu einer Feier, sie haben jedoch nur 12 goldene Teller. Deshalb lädt man zum Fest nur zwölf Feen, um das Mädchen zu segnen, die dreizehnte Fee übergeht man, für sie ist kein Goldteller mehr da und das Unheil nimmt seinen Lauf….