CDU/CSU: ARD und ZDF machen Schul-Lockdown erträglicher – Eine bildungspolitische Bankrotterklärung, meint die Herausgeberin

Berlin (ots)

CDU/CSU: ARD und ZDF machen Schul-Lockdown erträglicher

Zusätzliche Bildungssendungen sind wichtig und entlasten Eltern, so die CDU/CSU Fraktion.  

Zu der Ankündigung von ARD und ZDF, ab der kommenden Woche zusätzliche Lern- und Bildungsformate unter dem Motto „Schule daheim“ anzubieten, erklärt die kultur- und medienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Motschmann:

„Das Angebot sollte Schule machen! Mit den zusätzlichen Bildungssendungen unterstützen ARD und ZDF das Lernen im Schul-Lockdown. Insbesondere auch bei Kindern, die über digitale Angebote nicht erreicht werden können. Schüler können durch das Fernsehen lernen und die Eltern werden dabei entlastet. ARD und ZDF leisten damit einen wichtigen Beitrag, dass der Schullockdown für viele Familien erträglicher wird. Großes Lob dafür. 

In Zeiten, wo mit Kritik an den Öffentlich-Rechtlichen nicht gespart wird, ist dieses Angebot ein wichtiges Zeichen. Die Corona-Pandemie bietet den öffentlich-rechtlichen Sendern auch eine Chance, sich auf den Kernauftrag Information, Kultur und Bildung zu konzentrieren. 

Daher wäre es auch sehr zu begrüßen, wenn die zusätzlichen Bildungsangebote auch Kulturangebote beinhalten. Gerade im Kulturbereich gibt es viele Angebote, die stärkere Verbreitung finden sollten, zum Beispiel ein virtueller Museumsbesuch oder ein Besuch in Goethes-Geburtshaus.“ 


Ein Kommentar von Bianka Specker

Bankrotterklärung des Bildungssystems

Es kann nicht der Ernst der Christlich Demokratischen Parteien sein, dass die Bildung unserer Kinder von öffentlich-rechtlichen Fernsehsender übernommen werden soll. Sollen die Eltern die Kinder nun vor dem Fernseher parken? Die Begründung wäre nun einfach- sie lernen ja dort statt in der Schule.

Brauchen Eltern eine solche Art der „Entlastung“ wirklich? Kinder und Jugendliche gehören ganz klar zu den Verlierern der Pandemie. Ausser schönen Worten und der ewigen Betonung, wie wichtig Bildung doch sei, passiert nichts.

Doch, natürlich passiert etwas. Weil die Regierung es versäumt hat, die Digitalisierung in diesem Land voranzutreiben, wie viele andere Länder, ist es hier eher unüblich, dass die Leitungen genügend Kapazitäten hergeben, damit Homeoffice reibungslos stattfinden kann, dazu kommt noch, dass viele Schüler, Lehrer und Schulen nicht über eine genügende digitale Ausstattung verfügen- die Kreidetafel ist in Deutschland 2021 noch der Normalfall. Aber was will man erwarten, wenn in Toiletten- und Waschräumen vierlorts noch katastrophale Zustände herrschen. Geld für Schulen auszugeben ist halt nicht so attraktiv wie Leuchtturmprojekte oder Stadien- obwohl die Schüler die Wähler von morgen sind.

Die Bildung hierzulande ist nicht mehr „Weltklasse“. Wenn man früher stolz auf eine Abschlüsse hierzulande sein konnte, so wandelt sich das Blatt, langsam aber sicher. Der größte Etat in den Niederlanden war bisher der für die Bildung, Privatschulen sind dort häufig zu finden. Das wird Deutschland auch benötigen, um sich von der Bürokratie und dem merkwürdigen Verständnis der Politik zu entkoppeln. Gleichgeschaltete Bildung brauchen wir hierzulande nicht, sondern wir müssen die Schüler dort fördern und abholen, wo sie stehen.

Kinder vor den Fernseher zu parken, damit die Eltern „entlastet“ sind und dabei explizit es für die Kinder aus ärmeren Verhältnissen gutheißen, die kein Laptop oder Tablet besitzen, ist das für mich eine bildungspolitische Bankrotterklärung der Kanzlerpartei. Es hat genügend Zeit gegeben, die Kinder über den Sommer mit Technik auszustatten- es fehlt hier ganz klar der Wille.

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