Ärztekammervorsitzender für Aufhebung der Impfpriorisierung in Osnabrück

Der Vorsitzende der Ärztekammer Osnabrück begrüßt den Vorstoß, auch in Osnabrück die Priorisierung aufzuheben – dies hatte Dr. Steffen Grüner bereits vor 14 Tagen gefordert.

„Wie auch die Landesärztekammern Thüringen und Westfalenlippe sollten wir uns auch in Niedersachsen für die Aufweichung und Abschaffung der Priorisierung einsetzen, da bis Juni mit ausreichenden Impfschutz zu rechnen ist“, so der Mediziner Steffen Grüner.

Auch angesichts von 4 Millionen Impfdosen, die ungenutzt herumliegen sollen, wie die faz online berichtet, sei die bürokratische und erschwerende Priorisierung nicht nachvollziehbar:

„Seitdem die niedergelassenen Hausärzte die Impfungen übernommen haben, haben sich die Impfzahlen deutlich erhöht – die Schlagzahl muss jetzt weiter deutlich erhöht werden. Wir brauchen mehr Vertrauen in die Ärzte vor Ort, die über die eigenen Patienten ein genaues Bild haben und die dementsprechend einschätzen können, wer als nächstes und womit nach entsprechender Aufklärung geimpft werden sollte. Es ist weiterhin untragbar, dass Impfstoffe verfallen, weil gerade niemand von der vorgeschriebenen Gruppe verfügbar ist“, so Dr. Grüner abschließend.

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