Der Sound der Friedensstadt

Das Museumsquartier Osnabrück sucht den aktuellen Sound der Friedensstadt. Gesucht werden ganz persönliche Osnabrücker Lieblingsklänge. Welche Geräusche sind für die Teilnehmenden besonders typisch und charakteristisch? Was verbinden sie akustisch mit Osnabrück, dem Viertel, der Straße, der Arbeitsstätte?

Die Teilnehmenden sollten die Geräusche aufnehmen und zusammen mit einem Foto oder einem Video und einer möglichst exakten Ortsangabe unter dem Stichwort „Osnasound“ an E-Mail dreckstraeter@osnabrueck.de senden. Gerne wird auch ein kurzer erläuternder Text angenommen.

Wenn man sich in Büchern oder im Internet über die Geschichte Osnabrücks erkundigen möchte, können alte Bilder, Fotos und Texte aus vergangenen Zeiten angeschaut werden. Wie aber hörte sich Osnabrück eigentlich früher an? Da wird es schon schwieriger. Tonfilme existieren erst seit 1927. Das Meiste muss der Fantasie überlassen werden.

In Mittelalter und Früher Neuzeit haben die schweren Räder der alten Wassermühlen wohl schwerfällig gequietscht, während der Wasserschwall plätschernd über sie hinwegschoss. Pferde trappeln und Kutschen rappeln hart über steiniges Straßenpflaster. Schweine und Hühner quieken und gackern in den Straßen der Ackerbürgerstadt. Aus dem offenen Fenster der Schule hört man das Sausen eines Rohrstocks – „schwarze Pädagogik“ im Klassenzimmer! Glocken holen die Arbeiter abends von den Feldern und rufen die Gläubigen sonntags zum Gottesdienst. Man kann sich vorstellen, wie seit dem 19. Jahrhundert der Dampf der Lokomotiven zischt und pfeift und wie die Eisenräder hart über die Schienen surren; alle paar Meter kommt ein Schienenstoß: tak ták – tak ták – tak ták. Bei der Vorstellung, wie laut es in einem Stahlwerk gewesen sein muss, sollte man sich besser die Ohren zuhalten.

Die Aufnahmen der Teilnehmenden werden im Sommer in der neuen stadtgeschichtlichen Dauerausstellung des Museumsquartiers Osnabrück wiederzufinden sein. So werden die persönlichen Aufnahmen Teil der Präsentation zur Geschichte und Gegenwart der Stadt.

Bildquellen

  • Ton an: MQ4 via Stadt Osnabrück