FDP Ratsfraktion sieht Wegfall der Schutzstreifen für Radfahrer an der Meller Straße kritisch

Symbolbild

Osnabrück, 09.04.2021. Zurück in die Verkehrspolitik der vergangenen Jahrzehnte: So kommentiert die FDP den Vorschlag der Verwaltung, an der Meller Straße auf spezielle Schutzstreifen für Radfahrer zu verzichten.

„Den Radfahrer ohne weitergehende Lösungen ungeschützt seinem Schicksal zu überlassen, darf nicht die Lösung sein. Bei hoher Verkehrsmenge ist ein Sicherheitsabstand von 1,50 m aufgrund des Gegenverkehrs nicht gewährleistet, wie auf der Lotter Straße täglich zu sehen ist“, kritisiert der stadtentwicklungspolitische Sprecher Oliver Hasskamp.

Hasskamp fragt sich, wieso die Stadt nicht bereit ist, einen konsequenten Ausbau von mindestens 2m breiten Radwegen als Standard bei der Sanierung von Straßen zu planen. Dazu gäbe es entsprechende Beschlüsse im Radverkehrsplan. Wo der Querschnitt des zur Verfügung stehenden Verkehrsraumes dies nicht zulässt, müssen alternative Lösungen geschaffen werden, um die Verkehrssicherheit für Radfahrer zu garantieren.

Zu erwarten, dass ohne Fahrradstreifen die Straßen für die Radfahrer sicherer seien, sei blauäugig und führe dazu, dass dann eigentlich sämtliche Radwegeplanungen überflüssig seien. Für die Meller Straße böte sich Tempo 30 an. Hierdurch würde sich die Verkehrsmenge automatisch reduzieren.

Eine Umwidmung in eine Anwohnerstraße mit Durchfahrtsrecht für den ÖPNV und Individualverkehr zu den ansässigen Geschäften wäre eine weitere Möglichkeit, wenn die Hannoversche Straße komplett für Radfahrer mit 2 m breiten Radwegen hergestellt sei. Dies hätte positive Auswirkungen auf die Lebensqualität der Anwohner der Meller Straße und könnte ein Modell sein für weitere Straßenzüge, die parallel zu Hauptverkehrsachsen verlaufen.

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