Hotspot 2G-Party in Münster: Bisher 39 Infektionen bekannt

Symbolbild

Münster. Nach einer Party am 3. September in einem münsterschen Club sind mittlerweile 39 Infektionen registriert worden, davon 22 Personen aus Münster.

Weitere Ansteckungen sind wahrscheinlich.

Die Betroffenen, hauptsächlich immunisierte Personen zwischen Anfang und Mitte 20, verzeichnen milde Symptome oder sind asymptomatisch.

Hygienekonzept des Clubs vorbildlich

Da die aktuelle Coronaschutzverordnung des Landes NRW keine Rückverfolgbarkeit von Gästen vorsieht, gestaltet sich die Suche nach weiteren möglicherweise betroffenen Kontakten schwierig. Das Gesundheitsamt der Stadt Münster steht mit den Clubbetreibern im engen Austausch.

Das vom Club bereits Mitte August eingebrachte Hygienekonzept wird verwaltungsseitig als vorbildlich bewertet. Auch die geprüften Lüftungsanlagen übertreffen laut Wartungsfirma die Anforderungen.

Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer: „Nach bisheriger Erkenntnis hat der Club alle nach Coronaschutzverordnung NRW nötigen Rahmenbedingungen geschaffen.“

Geimpfte können trotz Immunisierung auch weiterhin anstecken und zu Überträgern werden

Dass sich Personen trotz Immunisierung auch weiterhin anstecken und zu Überträgern werden können, ist bekannt.

Heuer: „Klar ist aber auch, dass die Schutzimpfung das Risiko einer schweren Erkrankung extrem reduziert.“

Zur Überprüfung fordert das Gesundheitsamt die Impfnachweise der betroffenen Gäste an. Rund 380 Personen waren nach aktueller Erkenntnis vor Ort – die Coronaschutzverordnung schreibt keine Zugangsbeschränkungen in Form einer maximalen Personenzahl vor.

Die Clubbetreiber hatten selbstständig und im Rahmen des Hausrechts auf 2G verschärft

Ab einer Zahl von 100 Personen in geschlossenen Räumen ist durch die Veranstalter jedoch ein Hygienekonzept vorzulegen. Dies wurde umgesetzt. Die 3G-Regelung ist dabei als Grundvoraussetzung anzuwenden. Im vorliegenden Fall hatten die Clubbetreiber selbstständig und im Rahmen des Hausrechts auf 2G verschärft: ausschließlich Geimpfte und Genesene sollten demnach Zutritt erhalten.

Personen, die über einen Test (in diesem Fall PCR-Test) verfügen, haben demnach also keinen Zugang zur Veranstaltung gehabt. Das Gesundheitsamt empfiehlt allen Gästen, die am 3. September vor Ort waren, einen Bürgertest durchzuführen. Wer Symptome hat, sollte sich an die hausärztliche Praxis wenden.

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