Safer Internet Day 2026: BvD bringt Datenschutz und digitale Sicherheit in die Klassenzimmer

Symbolbild Foto: Ramon López Calvo/Pixabay

Zum Safer Internet Day am Dienstag, 10. Februar 2026, rückt der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. sein Bildungsprojekt „Datenschutz geht zur Schule“ in den Fokus.

Der von der Europäischen Kommission initiierte weltweite Aktionstag steht 2026 unter dem Motto „Smart tech, safe choices – Exploring the safe and responsible use of AI“ beziehungsweise in Deutschland häufig „KI and me. In künstlicher Beziehung“.

Ziel des BvD ist es, Datenschutz und digitale Sicherheit als festen Bestandteil der Medienkompetenz im Schulalltag zu etablieren.

Das Projekt „Datenschutz geht zur Schule“ steht seit Jahren für praxisnahe Prävention. Es stärkt die digitale Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen und vermittelt konkrete Kompetenzen für den sicheren Umgang mit Daten und digitalen Risiken – ohne Panik, sondern mit Souveränität.

Im Mittelpunkt stehen lebensnahe Fragen: 

  • Wie schütze ich meine persönlichen Daten? 
  • Welche Regeln machen Chats, Posts und App-Nutzung sicherer? 
  • Wie gehe ich reflektiert mit KI-Chatbots, Companion-Apps und anderen digitalen Begleitern um?

Die Initiative sensibilisiert Schüler ab der 5. Klasse bis zur Berufsschule bundesweit. Lehrer erhalten erprobte, kostenlose Materialien: Videos, Arbeitsblätter und Unterrichtseinheiten, die direkt einsetzbar sind.

Unterstützung durch Datenschutzaufsichtsbehörden

Das Projekt wird von mehreren Datenschutzaufsichtsbehörden unterstützt, darunter der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg (LfDI BW), die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen (LDI NRW) sowie die Landesbeauftragte für den Datenschutz Sachsen-Anhalt (LfD SA).

Diese Kooperationen bringen fachliche Expertise direkt in die Schulen und setzen wirksame, regionale Impulse.

„Datenschutz gehört in die Schule, nicht als trockene Theorie, sondern als lebensnahe Sicherheitskompetenz. Wer früh lernt, seine Daten zu schützen, stärkt nicht nur die eigene Privatsphäre, sondern auch die digitale Resilienz“, betont Thomas Spaeing, Vorstandsvorsitzender des BvD.

Schwerpunkt 2026: KI im Fokus

Der Safer Internet Day 2026 beleuchtet, wie KI-basierte Anwendungen – von Chatbots bis zu emotionalen Begleitern – Denken, Kommunikation und Beziehungen beeinflussen. Kinder und Jugendliche sollen lernen, solche Technologien reflektiert zu nutzen, ihre Daten, Rechte und persönlichen Grenzen zu wahren und kritisch mit KI-Outputs umzugehen.

Schulen und Lehrkräfte können sich mit eigenen Aktionen beteiligen oder die bereitgestellten Materialien nutzen. Weitere Institutionen und Organisationen sind herzlich eingeladen, Schulaktionen zu unterstützen und Datenschutz als Kern digitaler Sicherheit sichtbar zu machen.

Über die Initiative

„Datenschutz geht zur Schule“ wurde 2009 vom BvD ins Leben gerufen und wird seit 2020 von der gemeinnützigen Gesellschaft privacy4people fortgeführt. Bislang wurden bundesweit über 100.000 Schüler erreicht.

Weitere Informationen und Materialien:

Bildquellen

  • iphone, Smartphone, Handy: Ramon López Calvo/Pixabay