
Die Nachsondierungen im Osnabrücker Lokviertel sind abgeschlossen. Das gesamte Quartier wurde damit vollständig auf Kampfmittel untersucht. Zwei verbliebene Verdachtspunkte muss der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) nun genauer prüfen und gegebenenfalls entschärfen. Für diese Maßnahme ist eine Evakuierung am Sonntag, 31. Mai, geplant.
Aufgrund der vermuteten geringen Größe der Funde (rund 50 Kilogramm) fällt der Evakuierungsradius deutlich kleiner aus als bei den vorherigen Räumungen.
Betroffen sind 1.594 Anwohner, die ihre Wohnungen bis 9 Uhr verlassen müssen. Das Marienhospital, das Christliche Kinderkrankenhaus und der Hauptbahnhof liegen außerhalb des Evakuierungsgebiets. Da jedoch Gleise in alle Richtungen durch das Gebiet führen, muss mit erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr gerechnet werden.
In der Gesamtschule Schinkel richtet die Stadt ein Evakuierungszentrum ein. Die Stadt Osnabrück empfiehlt jedoch ausdrücklich, bei Verwandten oder Bekannten unterzukommen, sofern möglich.
Wichtig: Die Evakuierungsanordnung ist verbindlich. Ein Verbleib im Gebiet auf eigene Gefahr ist nicht gestattet. Wer nach 9 Uhr im Evakuierungsgebiet angetroffen wird, muss mit einem Bußgeld von 300 Euro rechnen.
Eine detaillierte Karte des Gebiets, eine vollständige Adressliste sowie Informationen in mehr als zehn Sprachen stehen unter geo.osnabrueck.de/evakuierung zur Verfügung.
Weitere Infos und Hotline:
- Aktuelle Entwicklungen werden unter www.osnabrueck.de/warnungen veröffentlicht.
- Für Fragen steht die städtische Hotline unter 0541 323 4490 (Mo–Fr, 9–17 Uhr) zur Verfügung.
- Personen, die einen Krankentransport benötigen, melden sich bitte rechtzeitig unter 0541 323 4455




