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Montag, 7. September, 2026
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FDP/UWG sieht tragfähige Perspektive für VW-Standort Osnabrück

Oliver Hasskamp, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Gruppe FDP/UWG und Oberbürgermeisterkandidat. Foto: Bianka Specker

Die FDP/UWG-Ratsfraktion begrüßt die am Montag bekannt gewordene Einigung zwischen Volkswagen, dem Land Niedersachsen und dem Investor Aurelius Capital über die Zukunft des VW-Standorts Osnabrück.

„Für die Beschäftigten am Standort Fledder und ihre Familien ist diese Einigung einwichtiges Signal. Nach Monaten der Unsicherheit gibt es nun eine tragfähige Perspektive fürden überwiegenden Teil der Arbeitsplätze“, erklärt Oliver Hasskamp, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Gruppe FDP/UWG und Oberbürgermeisterkandidat. „Wir unterstützen ausdrücklich alle Bestrebungen, die dazubeitragen, Arbeits- und Ausbildungsplätze in Osnabrück zu erhalten.“

Hasskamp betont, dass es sich bei den geplanten Aktivitäten am Standort nicht um Rüstungsproduktion im herkömmlichen Sinne handle, sondern um Verteidigungsproduktion.

Das als erstes Ankerprojekt vorgesehene Aufbauen von Fertigungskapazitäten für Luftverteidigungssysteme diene dem Schutz von Menschen vor Angriffen aus der Luft – etwa vor Kurzstreckenraketen und Mörsergranaten – und nicht der Herstellung offensiver Waffensysteme. Diese Unterscheidung sei der Fraktion wichtig.

„Verteidigungsfähigkeit ist in der aktuellen sicherheitspolitischen Lage in Europa eine notwendige und legitime Aufgabe. Wer Menschen vor Bedrohungen schützt, betreibt keine Aufrüstung zu Angriffszwecken, sondern leistet einen Beitrag zur Sicherheit unseres Landes und unserer Partner“, ergänzt Dr. Thomas Thiele, Gruppenvorsitzender.

„Diese Klarstellung ist uns wichtig, damit die Debatte vor Ort sachlich geführt wird.“

Die FDP/UWG-Fraktion will den weiteren Prozess konstruktiv und kritisch begleiten. Insbesondere fordert die Gruppe, dass für die noch nicht versorgten Beschäftigten, die nicht übernommen werden, zeitnah tragfähige Lösungen gefunden werden. Außerdem müsse der Rat der Stadt Osnabrück frühzeitig und transparent über die weiteren Schritte informiert werden.

Nach dem Auslaufen der Automobilproduktion im Sommer 2027 soll das Werk schrittweise zu einem Kompetenzzentrum für Sicherheits- und Verteidigungslösungen weiterentwickelt werden. Nach Angaben der Beteiligten soll damit für rund 1.400 der derzeit etwa 1.800 Beschäftigten eine Anschlussperspektive mit Beschäftigungssicherung bis Ende 2029 geschaffen werden.

Bildquellen

  • Oliver Hasskamp FDP 2026: Bianka Specker