Ausbeutung in der niedersächsischen Fleischindustrie endlich beenden

von links: Jutta Krellmann, Sprecherin für Mitbestimmung und Arbeit der Linken im Bundestag und Heidi Reichinnek, Landesvorsitzende der Linken Niedersachsen

Anlässlich bundesweiten Aktionstages „Schwarzer Freitag“ eine Pressemitteilung der Linken zu den Zuständen in der Fleischindustrie

Niedersachsen ist Agrarland Nr. 1.

Alleine in der Fleischindustrie arbeitenin Niedersachsen über 20.000 Menschen. Das Unternehmen Tönnies ist mit fünf Standorten in Niedersachsen einer der größten Konzerne der Branche undbeschäftigt alleine in seinem Standort im Emsland über 800 Arbeitskräfte. Das Unternehmen ist dabei nur eines der vielen Beispiele für dieverheerende Lage in der deutschen Fleischwirtschaft.

„Die Verhältnisse in der Fleischindustrie sind in weiten Teilen verheerend:

Lohndumping sowie unhaltbare Zustände in Betrieben und Unterkünften sind ander Tagesordnung. Dank dieser Dumpingbedingungen beherrschen die deutschen Fleischmultis den europäischen Markt. Konzerne wie Tönnies machen Riesenprofite, für die tausende Beschäftigte schuften und leiden. Diesen unwürdigen Zustand muss die Bundesregierung endlich beenden“, erklärt Heidi Reichinnek Landesvorsitzende der Linken Niedersachsen, anlässlich desheutigen bundesweiten Aktionstages „Schwarzer Freitag“.

„Die Fleischkonzerne setzen auf Lohndumping durch Werkverträge, um Kernbelegschaften zu ersetzen. Weil es keine amtliche Statistik zu Werkverträgen gibt, können die Behörden die Augen vor der Misere verschließen. Ein unhaltbarer Zustand. Die Bundesregierung muss hier eingreifen.

Wir brauchen eine Beweislastumkehr:

Arbeitgeber habennachzuweisen, dass in ihrem Betrieb korrekt bezahlt wird und die Schutzgesetze eingehalten werden. Das muss der Staat endlich wirksam überwachen. Dafür brauchen wir mehr Kontrollpersonal bei Zoll, Arbeitsschutzbehörden und Gewerbeaufsicht.“, ergänzt Jutta Krellmann, Sprecherin für Mitbestimmung und Arbeit der Linken im Bundestag.

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