Große Anteilnahme und Betroffenheit nach dem Anschlag in Halle

Der Anschlag in Halle erschütterte viele Menschen in Osnabrück

In einem Brief an den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Osnabrück hat Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann seine Trauer über den Anschlag in Halle zum Ausdruck gebracht. Der Brief im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Grünberg,

der Anschlag in Halle ist ein Anschlag auf unsere Gesellschaft, ist ein Anschlag auf das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiede­ner Religionszugehörigkeiten in unserem Land, ist ein Anschlag auf unsere Freiheit, ist ein Anschlag auf uns.

Der Mörder hat etwas Unfassbares getan, das unfassbar bleiben wird, auch wenn die Tat aufgeklärt ist. Die Tat zeigt, dass Antisemitismus und Fremdenhass immer noch Motive für Mörder sind – auch in unserem Land mit unserer schrecklichen Geschichte. Dem können wir nur unsere Verbundenheit entgegensetzen.

Und so trauern wir tief erschüttert mit den Angehörigen der Opfer und fragen uns: Wie kann das nur sein?

Sehr geehrter Herr Grünberg, Sie wissen uns in der Trauer an Ihrer Sei­te.
Auch im Namen von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert grüße ich Sie ebenso traurig wie entsetzt.

Mit freundlichen Grüßen
i. V.
Ihr

Wolfgang Beckermann

Erster Stadtrat

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