Höchst: Berufsbildungsgesetz ist ein Eigentor der Bildungsministerin

Berlin, 16. Oktober 2019. Zum Entwurf des „Gesetzes zur Modernisierung und Stärkung der beruflichen Bildung“ erklärt die AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst, Mitglied des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung:

„Kommt der Gesetzentwurf wie geplant, wird sich der Prestigeverlust der beruflichen Bildung weiter beschleunigen. Das ist genau das Gegenteil dessen, was wir angesichts des Fachkräftemangels in vielen Ausbildungsberufen brauchen. Die Ministerin hat sich hier selbst ein Ei gelegt.

Durch die scheininnovativen Bezeichnungen ‚Bachelor Professional‘ und ‚Master Professional‘ verballhornt die Ministerin bewährte und weltweit angesehene Berufsbezeichnungen wie den Meister. Diese verfehlte Image-Kampagne aus dem Hause Karliczek wird die Wertschätzung für die berufliche Bildung weiter sinken lassen. Handwerksmeister tragen ihre Berufsbezeichnungen mit Stolz. Eine Politik, die die Ausbildungsberufe stärken will, erhält die traditionsträchtigen Berufstitel und verwässert sie nicht durch verwirrende Doppelbezeichnungen.

Zudem sieht der Gesetzentwurf weitere finanzielle Bürden für kleine und mittlere Unternehmen vor, ohne die die Berufsausbildung in Deutschland nicht denkbar wäre. Auf die Unternehmen kommen Mehrbelastungen in Höhe von 57 Millionen Euro zu. Das Gesetz sieht aber keine Entlastungen vor. Damit der Mindestlohn auch für Auszubildende gezahlt werden kann, muss die Bundesregierung die Betriebe dringend steuerlich entlasten.“

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