Über 1 Milliarde Euro Umsatz im Bereich des Elektroverkehrs in den Niederlanden

Amsterdam

Das Produktionsvolumen des elektrischen Transportsektors in den Niederlanden ist in den letzten 2 Jahren um nicht weniger als 44% gestiegen und wird sich damit im Jahr 2018 auf 1,3 Milliarden Euro belaufen. Dies geht aus dem heute von RVO.nl veröffentlichten Bericht “Monetarisierung der Ertragspotenziale im Elektroverkehr 2017-2018“ hervor.

Der starke Umsatzanstieg zeigt sich stark bei Unternehmen, die sich mit dem Bau und Umbau von Elektrofahrzeugen beschäftigen, aber auch bei Unternehmen, die sich auf die Ladeinfrastruktur und Smart Grids konzentrieren. Dadurch stieg die Zahl der Arbeitsplätze für den Sektor bis Ende 2018 auf 4.290 FTEs. (Full Time Equivalent, dt.Vollzeitangestellte)

Niederlande weltweit führender Anbieter

Die Niederlande sind einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich des elektrischen Transports. Dies resultiert in einem hohen Marktanteil an neu verkauften Elektroautos. Die Niederlande haben auch die höchste Anzahl von (halb-)öffentlichen Ladestationen in Europa und gehören zu den weltweit besten im Bereich der offenen Standards für Ladeinfrastruktur und intelligente Ladeverfahren.

Dies ist wichtig für das Wirtschaftswachstum, denn die Gründung von Unternehmen im niederländischen EV-Sektor erfolgt auf dem Heimatmarkt. Zwischen 2017 und 2018 ist die EV-Adoption im Vergleich zu den Vorjahren stark gestiegen, wobei Ende letzten Jahres 44.984 vollelektrische Pkw unterwegs waren. Dieser Trend wird sich 2019 fortsetzen, mit 74.961 Fahrzeugen am 30. September dieses Jahres.

Große Nachfrage durch ausländische Regierungen

Der Anstieg ist jedoch größer als bei den Personenkraftwagen. So können sich beispielsweise die Hersteller von Elektrobussen, Elektroleichtfahrzeugen und Lkw auf eine steigende Nachfrage an ihren Produkten erfreuen. Zum Teil aufgrund der zunehmenden Zahl von Ausschreibungen (ausländischer) Regierungen, die sich auf Zero Emission Busse (Zero Emissie bussen) ausrichten. Dadurch stieg die Wertschöpfung für die Wirtschaft von 300 Millionen Euro im Jahr 2016 auf 420 Millionen Euro im Jahr 2018.

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