„Verpasste Chance“- SPD–Fraktion enttäuscht über die Entwicklung an der Hannoverschen Straße

SPD–Fraktion zeigt sich enttäuscht über die Entwicklung an der Hannoverschen Straße:

„Die Initiative der SPD-Ratsfraktion, das Gebäude des ehemaligen Finanzamts Osnabrück-Land an der Hannoverschen Straße vom Land Niedersachsen zu erwerben, wurde seitens der CDU und der Grünen im Rat und seinen Ausschüssen abgelehnt.

Jetzt zeigt sich, dass das 4.000 m² große Grundstück mit einem viergeschossigen Verwaltungsbau gar nicht so unattraktiv ist, wie schwarz-grün mit Unterstützung der Verwaltung immer behauptete: wie aus einer Beratungsvorlage des Haushaltsausschusses des Nieders. Landtags hervorgeht, hat ein privater Investor nun den Zuschlag zum Kauf dieser Liegenschaft für 1,2 Millionen Euro erhalten“, wissen Frank Henning (MdL), Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion und Mitglied des Haushaltsausschusses des Landtags, sowie Heiko Panzer, stadtentwicklungspolitischer Sprecher, zu berichten.

„Die SPD-Fraktion hat sich immer für eine von der Stadt Osnabrück federführende Entwicklung dieses attraktiven Standorts eingesetzt, um vor Ort die städtische Verwaltung, Unterkünfte für Geflüchtete und kulturelle Projekte, wie z.B. eine neue Ansiedlung von Proberäumen für die Osnabrücker Musikszene, zu ermöglichen. Diese einzigartige Chance wurde verpasst und wir ärgern uns sehr über die Kurzsichtigkeit der anderen Parteien“, so Henning und Panzer weiter. 

„Es ist dabei interessanterweise festzustellen, dass der Privatinvestor sogar bereit ist, trotz des unbestrittenen Sanierungsbedarfs des Gebäudes, 350.000 € mehr zu bezahlen, als der Bodenrichtwert beträgt.

Hintergrund:

Die Stadt Osnabrück hätte das Gebäude mitsamt Grundstück zum Bodenrichtwert für 850.000 € vom Land Niedersachsen erwerben können. Der Privatinvestor erwirbt das Areal nun für 1,2 Mio. Euro. CDU und Grüne haben damit der Stadt Osnabrück einen Vermögensschaden von 350.000 Euro zugefügt. Wenn die CDU und Grüne weiterhin so leichtfertig mit Grundstücken auf dem Stadtgebiet umgehen, geben wir immer mehr die Stadtentwicklung aus den Händen und verlieren Einfluss und Gestaltungsmöglichkeiten in einem Bereich, der die Zukunft Osnabrücks bestimmt“, so Henning und Panzer abschließend.

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