Corona als Katalysator für Neuausrichtung der Innenstädte – A33 Nord wichtig für die Region Osnabrück

Die Osnabrücker Fußgängerzone im Januar 2021

„Die Corona-Krise stellt den Handel und die Innenstädte in unserer Region vor enorme Herausforderungen. Gleichzeitig ergeben sich hieraus aber auch neue Chancen.“ Das ist das Fazit von Heinrich Koch, Vorsitzender des Regionalausschusses der IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, für die Region Osnabrück nach dessen virtueller Sitzung.

Anke Schweda, IHK-Geschäftsbereichsleiterin Standortentwicklung, Innovation und Umwelt, konnte anhand statistischer Daten einen deutlichen Rückgang der Zahl der Einzelhandelsbetriebe belegen. Vom Strukturwandel in Zeiten von Corona profitierten zurzeit die Grundzentren und der Online-Handel. Da weiterhin das Bedürfnis der Kunden nach Heimat und dem stationären Shoppen in der Region zu erkennen sei, entstünden auch Chancen für einen Neuanfang für die Innenstädte. Die sieben niedersächsischen IHKs forderten vor diesem Hintergrund unter anderem die Aufstellung moderner und branchenumfassender Zentren-Entwicklungskonzepte, die Realisierung so genannter Business Improvement Districts (BID) zur Aufwertung schwieriger Lagen und mit abklingender Pandemie rechtssicherere Möglichkeiten für Sonntagsöffnungen. 

Der Ausschuss befasste sich zudem mit der Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur in der Region. Mit Blick auf das Planfeststellungsverfahren zum Lückenschluss der A 33 zwischen Belm und Wallenhorst betonte Heinrich Koch: „In den von unserem Ausschuss erarbeiteten und von der Vollversammlung unserer IHK danach beschlossenen Regionalpolitischen Positionen ist ein klares Votum für die A 33 Nord enthalten. Nur so können das künftig wieder wachsende Verkehrsaufkommen bewältigt, der Durchgangsverkehr in Osnabrück reduziert sowie bislang durch die Stadt führende Umleitungsstrecken verlegt werden. Beides dient der Verkehrssicherheit und der Erreichbarkeit der Innenstadt. Außerdem ist die A 33 die zentrale Voraussetzung für neue gewerbliche Entwicklungen – und damit für Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Steuereinnahmen.“

Der aus ehrenamtlich tätigen Unternehmern bestehende IHK-Regionalausschuss Region Osnabrück trifft sich dreimal jährlich. Seine Mitglieder tauschen sich regelmäßig mit Experten aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft aus und erarbeiten Positionen für die IHK-Vollversammlung. 

Ansprechpartner: IHK, Eckhard Lammers, Tel.: 0541 353-410, E-Mail: lammers@osnabrueck.ihk.de oder unter www.osnabrueck.ihk24.de (Nr. 5021906)

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  • Osnabrück_W21: Bianka Specker