Raubüberfälle: Wie man sich verhalten sollte

Den Überfall auf einen Imbiss vom vergangenen Samstag, bei dem es zu einer mehrfachen Schussabgabe des Täters kam, wir berichteten hier, nimmt die Polizei zum Anlass, davor zu warnen, bei Raubüberfällen den Helden zu spielen. 

Opfer und Räuber befinden sich während der Tat in einer emotionalen Ausnahmesituation. 

Die grundsätzliche Empfehlung der Polizei für solche Situationen: Versuchen Sie ruhig zu bleiben, damit die Situation nicht eskaliert. Gehen Sie kein unnötiges Risiko ein. Der Schutz Ihres Lebens und Ihrer Gesundheit ist viel wichtiger, als der Schutz materieller Werte. 

   - Angst während eines Überfalls ist eine normale menschliche 
     Reaktion und wird vom Täter erwartet. Solange Sie sich so 
     verhalten, wie der Täter es von Ihnen erwartet, wird er Sie 
     nicht als Bedrohung seines Taterfolges ansehen.

   - Signalisieren Sie durch möglichst ruhige Bewegungen und Sprache,
     dass Sie den Anweisungen Folge leisten.

   - Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Täter und halten Sie 
     Blickkontakt, auch wenn Sie nicht unmittelbar in seinem Fokus 
     stehen.

   - Gefährden Sie sich nicht durch Gegenwehr.

   - Stellen Sie sich dem Täter nicht in den Weg und verfolgen Sie 
     ihn nicht.

   - Prägen Sie sich persönliche Merkmale des Täters sein.

   - Setzen Sie nach seiner Flucht sofort einen Notruf über die 110 
     ab und teilen Sie Ihre Beobachtungen mit. Sofern ein stiller 
     Alarm vorhanden ist: Lösen Sie diesen nur aus, wenn dies 
     gefahrlos möglich ist. 

Ziel eines Räubers sind materielle Werte, wie zum Beispiel Bargeld oder Schmuck. Hierfür ist es grundsätzlich nicht empfehlenswert, die eigene oder die Gesundheit anderer zu riskieren. Hat er seine Beute erhalten, wird er schnellstmöglich die Flucht ergreifen. 

Die Kriminalprävention der Polizei MK berät kostenlos zum Thema. Die Fachleute sind telefonisch erreichbar unter 02372 9099 5510 oder 02372 9099 5511. Viele weitere Tipps finden Sie auch im Internet auf https://url.nrw/raub.

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