SPD Eversburg: „Konzept für Hotelruine wirft deutliche Zweifel auf, Abriss bleibt beste Option für den Naherholungswert!“

Rubbenbruchsee im Sommer. Foto: Donnied2323

Motiv und Eigentumsverhältnis zu der Bauruine Barenteich 1 am Rubbenbruchsee bleiben, trotz Kontaktaufnahme mit dem Ideengeber für das kürzlich über die Medien vorgestellte Wohnkonzepte, unklar.

„Für uns ist nicht geklärt, in welcher Beziehung der Immobilienmakler zu dem Objekt steht, das Konzept hingegen wirft deutliche Zweifel auf, ob sich der Investor mit den Gegebenheiten und der jahrelangen Diskussion um den Barenteich ausreichend beschäftigt hat!“, so Heiko Panzer, Eversburger Ratsmitglied für den SPD-Ortsverein.

„Wir können uns eine Fertigstellung der Ruine mit einer 2 Meter hohen Mauer rund um das Areal und einem versiegelten Parkplatz für bis zu 20 PKW inmitten des Naherholungsgebiet Rubbenbruchsee nicht vorstellen!“, so Heiko Panzer weiter.

Die sehr sympathische Konzept-Idee eines Energieautarken Gebäudes ließe sich sicher an jeder anderen Stelle, zum Beispiel im Gebiet Eversheide, genauso realisieren, sind sich die Sozialdemokraten sicher. Die Zufahrt zu dem Wohnkonzept soll laut Skizze vom schon heute bei guter Witterung maximal überlasteten Weg zum Café erfolgen, hier sollen überdachte Parkflächen entstehen und frei zugängliche E-Ladesäulen, die weitere Parkgäste anziehen würden.

„Diese Planung widerspricht im höchsten Maße dem Verkehrskonzept Rubenbruchsee und ist allein gesehen schon als Ausschlusskriterium geeignet.“, erklärt Panzer für die SPD. „Wir haben uns vor Jahren bewusst gegen zusätzliche Parkflächen in Seenähe ausgesprochen und die Planung für den öffentlichen Parkplatz Richtung Bundesstraße verschoben, hier sollen dann auch Lademöglichkeiten für E-Mobilität und komfortable Umsteigemöglichkeiten auf den Umweltverbund geboten werden. Die Pläne für den Ausgleichsparkplatz werden voraussichtlich im Sommer umsetzungsfähig werden.“, so der Stadtteilsprecher weiter.

„Was die Bauruine angeht, werden wir über den nächsten Stadtentwicklungsausschuss versuchen zu klären, wer nun der Eigentümer der Ruine ist und wann die rechtsgültige Abrissverfügung zugestellt und vollzogen werden kann!“

Die SPD Eversburg ist überzeugt davon, dass mit der Widmung für Natur und Naherholung das Gelände der heutigen Ruine die besten Zukunftsaussichten hat. Die Anwohner warten nun schon sehr lange auf das Ende der Geschichte des seinerzeit abgebrannten Kaffeehauses!“, nimmt Heiko Panzer weiter Stellung. Die Lücken im vorgelegten Energiekonzept ergeben sich aus Sicht der SPD daraus, dass die sogenannte graue Energie, die zur Fertigstellung des Gebäudes und der befestigten Anlagen wie Parkflächen, Mauern und Wege und im Sinne der Nachhaltigkeit auch deren getrennte Entsorgung nach dem Gebäudezyklus bei dem Energieertrag, der mit 37% angegeben wird, nicht berücksichtigt werden.

„Wer ein Projekt nachhaltig benennt, muss auch die gesamten Lebenszyklen eines Gebäudes, nachhaltige Baustoffe und den Energieverbrauch berücksichtigen, sonst geht die Rechnung nicht auf!“, begründet Heiko Panzer abschließend die negative Einschätzung des Konzeptes.

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