Kriegerinnen zum letzten Mal am 15.6.2021

Mit Hannah Walther, Juliane Böttger, Hannah Hupfauer.

Am 15.6.2021 um 19.30 Uhr besteht zum letzten Mal die Gelegenheit, das interaktive Liveformat „Kriegerinnen“ zu erleben: Digitales Theater wird hier zum direkten Erlebnis und lädt zur Auseinandersetzung mit einem brisanten politischen Thema ein.

Im Anschluss findet wieder ein Nachgespräch mit dem Team und Ensemble statt, moderiert von Schauspieldramaturgin Theresa Sophie Leopold.

Frauen sind ein integraler Bestandteil der rechtsextremen Szene und sie sind keineswegs untätig: Sie kandidieren für rechtsextreme Parteien, mischen in Kindergärten und Schulen aktiv mit, und planen und unterstützen Anschläge. Das wissen wir spätestens seit den Verbrechen des NSU. Kriegerinnen setzt sich interaktiv über die Plattform Zoom mit genau diesen Frauen auseinander.

Einer der zentralen Bausteine der Inszenierung ist daher die Bestseller-AutobiografieEin deutsches Mädchen der Aussteigerin Heidi Benneckenstein. Die Autobiografie erzählt von den Widrigkeiten, die einen Ausstieg aus der Neonazi-Szene erschweren. Ein weiterer Handlungsstrang besteht aus einer von Theodor Abel zusammengestellten Sammlung von Biogrammen, „Warum ich Nazi wurde“. Theodor Abel zeichnete sich 1934 verantwortlich für eine Ausschreibung, in der Menschen, die sich als Nationalsozialisten identifizierten, möglichst authentisch wiedergeben sollten, wie sie Nazis geworden sind. 

Diese Zeitzeugnisse aus der Vergangenheit und der Gegenwart werden konfrontiert mit Interviews, die im Rahmen dieser Inszenierung mit Osnabrücker Experten geführt wurden. Die Experten werden die Zeitzeugnisse hinterfragen und einordnen. Somit stellt Kriegerinnen (inter-)aktiv die Fragen: Was interessiert Frauen daran, sich in einer Szene, die ein traditionelles, konservatives Frauenbild im Geiste des Nationalsozialismus propagiert, zu radikalisieren? Wie profitieren sie davon? Was sagen sie selbst dazu?

Der Hamburger Regisseur Ron Zimmering stellte sein Talent bereits mit „Terror“ von Ferdinand von Schirach sowie Komödien wie „Bandscheibenvorfall“ oder „Die Mitwisser“ am Theater Osnabrück unter Beweis. Nun kreiert er mit der Inszenierung „Kriegerinnen“ ein interaktives Schauerlebnis für die Plattform Zoom, um mit den Zuschauenden in einen Austausch über das Thema zu treten.

Tickets für Kriegerinnen erhalten Sie

  • im Online-Shop unter www.theater-osnabrueck.de 
  • sowie über die Theaterkasse (Di–Sa 11–14 Uhr unter Tel +49 541 76 000 76
  • oder karten@theater-osnabrueck.de
  • Ab Donnerstag, 10.6., öffnet die Theaterkasse im Unteren Foyer wieder ihre Türen für den regulären Publikumsverkehr. Ermäßigte Karten erhalten Sie ausschließlich über die Theaterkasse. Der Link zur Online-Veranstaltung wird 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn per Mail versandt. Die Veranstaltung findet über die Videokonferenz-Plattform Zoom statt. Weitere Informationen finden Sie unter www.theater-osnabrueck.de.

Bildquellen

  • Kriegerinnen: Theater Osnabrück, Rina Zimmering, Ute Radler