Einsatz gegen organisierte Schleuserkriminalität – Bundespolizei durchsucht im Auftrag der Staatsanwaltschaft Aurich mehrere Objekte

Durchsuchungsmaßnahmen der Bundespolizei / Foto: Bundespolizei

Leer (Ostfrl.) / Schweich (ots)

Die Bundespolizei hat am 14. Juli neun Wohnungen in der Stadt Leer (Ostfriesland) sowie eine Wohnung in der Gemeinde Moormerland und ein Objekt in Schweich (Rheinland-Pfalz) durchsucht. Hierfür setzte die Bundespolizei rund 260 Beamte ein, darunter auch Spezialkräfte der Bundespolizei zur Vollstreckung eines Haftbefehls. 

Die Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim ermittelt seit März 2021 im Auftrag der Staatsanwaltschaft Aurich gegen eine aus elf Beschuldigten bestehende Gruppierung. Ihnen wird gewerbs- und bandenmäßige Einschleusung von Ausländern, Ausweismissbrauch, unerlaubte Einreise und Geldwäsche vorgeworfen. 

Durchsuchungsmaßnahmen der Bundespolizei / Foto: Bundespolizei

Seit den frühen Morgenstunden wurden elf Durchsuchungsbeschlüsse und ein Haftbefehl vollstreckt. Dabei wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, das jetzt ausgewertet und in das laufende Ermittlungsverfahren einfließen wird. 

Ein dringend tatverdächtiger 34-jähriger syrischer Hauptbeschuldigter wurde verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, als Kopf der international agierenden Bande die Einschleusung von zahlreichen syrischen Staatsangehörigen nach Deutschland, beziehungsweise in europäische Nachbarländer organisiert zu haben. 

Nach derzeitigem Ermittlungsstand muss von einer gewerblichen und bandenmäßigen Struktur ausgegangen werden. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, sich durch ihre kriminellen Handlungen einen Vermögensvorteil von nicht unerheblichen Umfang verschafft zu haben.

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