Insekten im Garten – Schädlinge oder Nützlinge?

Abendspaziergang durch den Garten des Museums am Schölerberg

Unter dem Motto „Nützlinge im Garten“ bietet das Museum am Schölerberg am Donnerstag, 6. Juni, von 17 bis 18 Uhr einen Abendspaziergang durch den Museumsgarten an. Die Teilnahme ist kostenlos. Es ist lediglich der Museumseintritt zu entrichten. Treffpunkt ist das Foyer des Museums.

Im Juni finden sich vielgestaltige Insekten und Spinnen an Blättern, Blüten und Knospen. Viele davon sorgen für das ökologische Gleichgewicht im Garten und sind unverzichtbare Bestäuber, die für reichlich Ernte im Obst- und Gemüsegarten sorgen. Wie leben diese Tiere und wie können sie gefördert werden?

Das erläutert Biologe und Gärtner des Museumsgarten, Ulrich Langnickel, im Rahmen des Spaziergangs. Auch der Umgang mit Schädlingen wird geklärt. Was tun mit Ameisen, Schnecken oder Mücken? „Grundsätzlich kommt es beim Begriff „Schädling“ natürlich immer auf die Perspektive an“, erklärt Langnickel. „Auch Mücken haben ihren wichtigen Platz im Ökosystem. Für die einen sind sie lästige Plagegeister, für die anderen lebensnotwendige Futterquelle.“

Und wenn der ein oder andere Gast doch mal zu viel Schaden als Nutzen stiftet, dann muss nicht gleich zur Chemiekeule gegriffen werden. In der Regel ist es ratsam als ersten Schritt die Ansiedlung von Nützlingen zu fördern, die die Schädlinge fressen und so das biologische Gleichgewicht wiederherstellen. Ringelblume, Minze, Fenchel und Dill locken zum Beispiel Marienkäfer an. Vor allem ihre Larven sind effektive Blattlausräuber.

Je vielfältiger ein Garten in Struktur und Artenvielfalt ist, desto mehr Nützlinge können sich ansiedeln. Teilnehmende des Abendspaziergangs dürfen sich auf viele weitere praktische Tipps und altes Gartenwissen freuen.

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