„Tauchgang“ zum Schiffswrack im „Tetra-Aquarium“

Neue Korallenwelt im Zoo Osnabrück: Janine Berdelmann (Manager Brand & Corporate Communications Pet Tetra GmbH) und Stefan Bramkamp (Tierpfleger und Leiter des Tetra-Aquariums) beobachten die neuen Bewohner in der Unterwasserwelt im „Tetra-Aquarium“.

Neuigkeiten in der Unterwasserwelt des Osnabrücker Zoos

Wer im Zoo Osnabrück vom Süßwasserbereich in den Meerwasserbereich „schwimmt“, findet sich neuerdings in einem Schiffswrack wieder. Aus den Fenstern des Wracks leuchtet die farbenfrohe Korallenwelt. Der Bereich wurde auch dank der erneuten Unterstützung durch die Firma Tetra GmbH aus Melle umgebaut und beherbergt nun einige neue Meeresbewohner. Auch im Süßwasserbereich tut sich viel und Tablets für Besucherinformationen sind geplant.

Plötzlich wird es schummrig im „Tetra-Aquarium“ im Zoo Osnabrück: Die Wände scheinen aus verrostetem Metall zu sein, abgenutzte Eisenstangen mit Nieten halten das „Schiffswrack“ zusammen, alte Messgeräte und Werkzeuge hängen an den Schiffswänden. Doch dann, farbenfroh leuchtend, eröffnen sich die Meerwasserbecken wie durch Fenster aus dem Schiffswrack heraus.

Auch dank der finanziellen Unterstützung durch die Firma Tetra konnten die Aquaristik Mitarbeiter im Zoo Osnabrück den Meerwasserbereich umbauen: Besucher blicken nun aus einem Schiffswrack in die Korallenwelt (v.l.n.r.: Janine Berdelmann (Manager Brand & Corporate Communications Pet Tetra GmbH), Tobias Klumpe (wissenschaftlicher Kurator), Marco Feldmann (Tierpfleger) und Stefan Bramkamp (Tierpfleger und Leiter des Tetra-Aquariums).

In den pulsierenden Unterwasserwelten gibt es viel zu sehen, darunter auch einige neue Bewohner, wie Stefan Bramkamp, Tierpfleger und Leiter des Tetra-Aquariums, erläutert: „Uns ist es wichtig die Besucher für die Wasserwelten zu begeistern, deswegen wollen wir ihnen ein richtiges Unterwassererlebnis schaffen. Bislang waren die Wände um die Aquarien in blau gestrichen und da fiel die Leuchtkraft der tollen Korallenwelten gar nicht auf. Deswegen schicken wir unsere Besucher nun in ein altes Schiffswrack, das wir selbst gebaut und dekoriert haben. Das ist nicht nur eine tolle Kulisse, sondern die dunklen Wände heben auch die Wasserwelten so richtig hervor.“ An die Decke kommen noch weitere Netze und Rohre und auch mit Geräuschen möchte der auf Aquaristik spezialisierte Tierpfleger arbeiten.

Partner Tetra seit vielen Jahren an der Seite 

Möglich ist dies auch dank der erneuten Unterstützung des langjährigen Partners Tetra GmbH aus Melle. Das Unternehmen ist Weltmarktführer im Bereich Aquaristik und Namensgeber für das Aquarium im Zoo Osnabrück, da es dieses seit langem unterstützt.

Janine Berdelmann, Manager Brand & Corporate Communications Pet bei Tetra: „Die Partnerschaft wurde nun auch wieder für zwei Jahre erneuert, weil wir uns so gut ergänzen. Wir können den Zoo mit unserem Know-how, unseren Produkten aber auch finanziell unterstützen. Schließlich entwickeln wir immer wieder neue und innovative Futter und Pflegemittel für die Aquaristik und haben erfahrene und weltweit anerkannte Experten im Haus.“ So erhalte der Zoo beispielsweise Fischfutter und könne Rückmeldung geben, welches besonders gut angenommen wird.

Tierpfleger Felix Kopatz setzt mit Janine Berdelmann, Manager Brand & Corporate Communications Pet bei Tetra, die neuen Tigerkrebse im „Tetra-Aquarium“ im Zoo Osnabrück ein.

„Und wenn ich Fragen habe oder mich mit jemandem über eine Sache austauschen möchte, kann ich direkt mit den entsprechenden Mitarbeitern von Tetra Kontakt aufnehmen“, freut sich Bramkamp. Zusätzlich sehen Zoobesucher, wie Aquarien zuhause aufgestellt werden können: „Wenn die Besucher von den Unterwasserwelten im ‚Tetra-Aquarium‘ ganz begeistert sind, erfahren sie am Ausgang noch, wie sie sich zuhause ein eigenes Aquarium einrichten können. Hier stehen zwei beispielhafte Aquarien für das eigene Wohnzimmer und sie erhalten Tipps und Tricks, wie man ein Aquarium am besten einrichtet“, so Berdelmann. 

Highlights: „Nemo“-Becken und Seepferdchen 

Wer aus dem Schiffswrack in die sieben Unterwasserwelten schaut, entdeckt viele neue Meeresbewohner: „Das große Steinkorallenbecken haben wir komplett neu gemacht. Hier leben verschiedene Steinkorallen, aber auch Seesterne, unterschiedliche Doktorfische oder auch eine Putzergarnele. Mit etwas Glück kann man sehen, wie diese die anderen Fische tatsächlich putzt oder wie die Grundel im Boden buddelt und diesen säubert.“ Das besondere Highlight für viele Kinder wird aber wohl das „Nemo“-Becken sein. Hier tummeln sich viele der gestreiften Clownfische sowie „Dorie“, der Paletten-Doktorfisch. „Außerdem sind natürlich viele Anemonen aus Nachzuchten zu sehen, schließlich sind diese das Zuhause von Nemo.

Diese Tiere – es sind keine Pflanzen – fühlen sich schon so wohl, dass sie sich bereits teilen und dann an anderer Stelle in dem Aquarium niederlassen“, freut sich Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Kurator und zuständig für das „Tetra-Aquarium“. Zudem sind lila-gelbe Königs-Feenbarsche, Leierfische oder Raubschnecken zu entdecken. Ein ganz besonderer Geselle ist in das Feuerfisch-Becken eingezogen: „Hier ist nun ein Igelfisch zuhause, der ist wirklich toll anzusehen. Diese Fischart wird sogar recht zutraulich“, berichtet Klumpe. Als weiteres Highlight ist noch ein Spezialisten-Becken mit Seepferdchen und Röhrenaalen geplant. „Hier fährt sich das Aquarium gerade ein, das heißt, das Becken ist bereits mit Wasser gefüllt, aber es wird noch passend für Seepferdchen aufbereitet“, so Klumpe.

Neue Beschilderung mit Tablets

Auch nebenan im Süßwasserbereich mit 14 Becken tut sich viel: „Hier sind verschiedene Barsche neu, um den Bestand zu erweitern. Außerdem haben wir in dem ehemaligen Guppy-Becken ein Krebs- und Garnelenbecken eingerichtet. Das sind tolle Tiere für Menschen, die in die Aquaristik einsteigen möchten, weil sie relativ einfach zu versorgen sind. Wir zeigen hier auch erstmals Aquascaping, bei dem das Becken wie eine Landschaft gestaltet wird“, berichtet Bramkamp.

Anstelle des Guppy-Beckens richten die Tierpfleger im „Tetra-Aquarium“ des Zoo Osnabrück ein Becken mit Aquascaping für Tigerkrebse und verschiedene Garnelenarten ein (v.l.n.r.: Stefan Bramkamp (Tierpfleger und Leiter des Aquariums), Marco Feldmann und Felix Kopatz (Tierpfleger in der Aquaristik), Janine Berdelmann (Manager Brand & Corporate Communications Pet Tetra GmbH) und Tobias Klumpe (wissenschaftlicher Kurator und Biologe).

Zusätzlich zu den neuen Bewohnern soll im ganzen Aquarium mit der Unterstützung von Tetra eine neue Beschilderung mit Computer-Tablets entstehen. „Wir möchten dem Zoo dabei helfen mit der Zeit zu gehen und statten das Aquarium deswegen mit Tablets aus, die fest an den Wänden neben den Aquarien installiert werden. Damit können die Besucher an jedem Becken ganz einfach nachschauen, welche Fische hier leben, welche Eigenschaften sie haben, was sie fressen und wo sie in der Natur vorkommen. Auch die Programmierung stellen wir fertig, sodass die Besucher auf dem Tablet jeweils von links nach rechts zum nächsten Fisch wischen können“, so Berdelmann. Geplant sei auch über aktuelle Themen wie die Verschmutzung der Meere zu berichten. 

Über den Zoo Osnabrück

Der Zoo Osnabrück wurde 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimattiergarten von Osnabrücker Bürgern gegründet und bereits 1936 als Heimattiergarten eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten größtenteils zerstört, doch anschließend verfolgten die Osnabrücker weiterhin ihr Ziel, für die Stadt einen Zoo zu schaffen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schließlich zum zoologischen Garten.

Heute beherbergt der Zoo auf 23,5 Hektar 2.261 Tiere aus 289 Arten. Neueste Erlebniswelten sind der Unterirdische Zoo (2009), die afrikanische Erlebniswelt „Takamanda“ (2010), die nordische Tierwelt „Kajanaland“ (2011) und der Affentempel „Angkor Wat“ (2012). 2014 wurde der Tigertempelgarten im Bereich „Angkor Wat“ eröffnet.

Als dritter Bestandteil wurde im Herbst 2017 der „Orang-Utan Dschungeltempel“ in diesem Bereich fertig gestellt. Im Oktober 2018 neu hinzugekommen ist die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ mit u.a. Hudson-Bay-Wölfen, Schwarzbären, Waldbisons, Stinktieren und Kanadischen Bibern. 2018 besuchten den Zoo Osnabrück 1.015.000 Besucher.

Bildquellen

  • Zoo-OS-Neuigkeiten-Tetra-Aquarium-Steinkorallen: Zoo Osnabrück, Lisa Josef
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  • Zoo-OS-Neuigkeiten-Tetra-Aquarium-Krebse-Garnelen: Zoo Osnabrück, Lisa Josef
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