#Zittergate – Zweifel an der Wahrheit

Beim Empfang des finnischen Ministerpräsidenten Antti Rinne mit militärischen Ehren hat die deutsche Bundeskanzlerin während der deutschen Nationalhymne einen weiteren Zitteranfall erlitten. Es ist bereits der dritte öffentlich wahrgenommene Vorfall innerhalb von gut drei Wochen.

Am heutigen Mittwoch auf der Pressekonferenz mit dem finnischen Ministerpräsidenten Antti Rinne betonte die Bundeskanzlerin das es ihr gut gehe. „Man muss sich keine Sorgen machen“, so Angela Merkel zur Presse.

Sie begründete den Anfall damit, dass sie immer noch in der „Verarbeitungsphase“ des Anfalls Mitte Juni beim Empfang des ukrainischen Präsidenten Selenskyj sei.

„Die ist offensichtlich noch nicht ganz abgeschlossen, aber es gibt Fortschritte“, so Angela Merkel.

Es bleibt abzuwarten, wie in dem Fall der angeschlagenen Kanzlerin nun weiter verfahren wird, da die wiederholten Zitteranfälle weltweit hohe Aufmerksamkeit genießen.

Es wird nicht nur Sorge und Angst um das Wohl der Kanzlerin, sondern in den Kommentaren der sozialen Medien – weltweit – vor allem auch großes Unverständnis bekundet.

Die internationale Presse und viele ihrer Leser äußern sich verwundert darüber, dass der Kanzlerin bei den Zitteranfällen niemand zur Hilfe eilt. Es herrscht Unverständnis darüber, warum sie angesichts der gesundheitlichen Probleme immer noch das Amt als Bundeskanzlerin bekleidet und nicht zuletzt auch zum Wohle und Ansehen des Landes ihren Rücktritt erklärt.

Viele ausländische Zeitungen zweifeln an der Darstellung der Kanzlerin

El Mundo zum Beispiel schreibt, das die offizielle Version die die Kanzlerin verlautbaren ließ, allmählich in Frage gestellt wird. Außer im ersten Fall, als Merkel unter der Sonne stand, bei sehr hohen Temperaturen, waren die Umstände in den anderen Fällen nicht außergewöhnlich. Obwohl die Regierungssprecher behaupten, dass es dem Kanzler „gut“ gehe ist es für einige Analysten laut der spanischen Zeitung – trotz der Tatsache, dass die Gesundheit eine Privatangelegenheit ist – an der Zeit, dass Merkel als Regierungschefin die Zweifel ausräumt, die zu Recht von ihren Wählern und dem Land gehegt werden.

Internationale Berichterstattung zum #Zittergate

El País

El País die größte und international bekannteste Tageszeitung Spaniens und El Mundo, die zweitgrößte spanische Tageszeitung mit Redaktionssitz in Madrid, berichten über den erneuten Zitteranfall.

El Mundo

Die Sun aus England, der Independent und viele weitere Nachrichtenmagazine weltweit berichten in ihren heutigen Ausgaben über den Vorfall.

The Sun
The Independent