Zweite Testung ergibt 54 neue Corona-Fälle bei Arbeitern des Zerlegebetriebs in Dissen

Ansteckung war erwartbar

Osnabrück. 54 neue Fälle von Corona beim Dissener Zerlegebetrieb: Bei der zweiten Testung der 126 Mitarbeiter, die im ersten Durchlauf in der vergangenen Woche noch negativ getestet worden waren, ist jetzt in 54 Fällen das Coronavirus nachgewiesen worden.

38 dieser neuen Fälle waren bereits als Kontaktpersonen in Quarantäne, für 16 weitere Personen werden nun ebenfalls Quarantänen ausgesprochen und deren Kontaktpersonen ermittelt. Diese weitere Verbreitung der Infektion war vom gemeinsamen Gesundheitsdienst von Landkreis und Stadt Osnabrück durchaus erwartet worden, denn die Wahrscheinlichkeit wurde als hoch eingeschätzt, dass beim ersten Test am vergangenen Freitag bereits Mitarbeiter mit dem Virus infiziert, aber noch in der Inkubation waren.

Dann lässt sich das Virus noch nicht nachweisen. Auch im Zeitraum zwischen dem ersten Abstrich am Freitag vergangener Woche und den Testergebnissen am Sonntag kann das Virus in den Sammelunterkünften weitergegeben worden sein. Der Gesundheitsdienst arbeitet aktuell mit drei Teams daran, die neuen Quarantänen für die 16 Werksvertragsarbeiter an neun verschiedenen Wohnadressen auszusprechen und vor allem auch deren weitere Kontaktpersonen zu ermitteln.

Wegen der möglichen Sprachbarrieren zu den osteuropäischen Arbeitern können die Teams bei Bedarf per Videoschaltung auf Dolmetscher zurückgreifen.

Zwei Wochen geschlossen

Im Zerlegebetrieb in Dissen konnte unterdessen die genehmigte Not-Zerlegung der Fleischmengen bis zum Mittwochabend bewältigt werden. Hierbei handelt es sich um bereits geschlachtete Sauen, die entweder schon im Unternehmen waren oder die sich in der Anlieferung aus ganz Europa befanden und nicht mehr gestoppt werden konnten. Der Betrieb ist nun zunächst für zwei Wochen, also die Dauer der Inkubation, geschlossen.

Bildquellen